HESG Hamma zum Weinberg Enduro mit Wolkenbruch im Finale

Knapp vier Wochen nach dem letzten Lauf ging es zur dritten Runde der wichtigsten deutschen Serie, der DOWATEK HardEnduroSeries Germany, nach Hamma zum Weinberg Enduro.

Anreise

Die Anreise zum Rennwochenende war von Stress geprägt. Denn direkt nach Hamma geht es für mich weiter zum Erzbergrodeo. Das bedeutete, das Bike grundlegend in Ordnung zu bringen und alles neu zu machen. Diesen großen Service übernahm für mich mein langjähriger Mechaniker und Kumpel Raphael. Auf Raphael ist immer Verlass, wenn es um Spezialaufgaben am Bike geht. Demzufolge technisch bestens vorbereitet ging es Freitagabend dann auf den letzten Drücker im Tiefflug nach Hamma.

 

Prolog (Platz 22):

Früh am Samstag schaute ich mir noch schnell allein im Joggingtempo den Prolog an und war überrascht, dass der Regen die Strecke nicht überflutete, sondern für Werxboden sorgte. Der Prolog war sehr schnell und wenig technisch, aber schön zu fahren. Ich fühlte mich auf dem frisch sanierten Bike richtig gut. Die neue softe X-Grip Machete bohrte sich regelrecht in den Werxboden und der Hinterreifen Jack the Gripper in Medium+ sorgte für mächtig Vorschub. Es lief richtig gut, bis ich auf den letzten Metern in der Baumstammmatrix den Leerlauf erwischte und stürzte. Ich war zwar relativ schnell wieder auf dem Bike, verschenkte aber ein Top-5-Resultat. Allen Ärgernissen zum Trotz bedeutete das Ergebnis auch noch Gruppenrennen 2 (ich fahre lieber immer gern im 1. Gruppenrennen).

Gruppenrennen (Platz 6): 

Trotz immer wiederkehrender Wolken fuhren wir wieder in der schwülen Mittagshitze das Gruppenrennen im Kampf gegen die Youngsters der Serie. Ich fühlte mich wohl auf dem Bike und auch die schöne, flowige Strecke mit coolen, kurzen, knackigen Passagen sorgte für Abwechslung, und so machte es richtig Spaß. Ich haushaltete mit meinen Kräften und fuhr so flüssig wie möglich zu Platz 6.

Finalrennen (Platz 9):

Als die Flagge fiel, starteten wir auf einer leicht verschärften Runde in den Weinberg. Ich konnte den Speed der jungen Wilden ganz gut mitgehen, bis ich in den ersten kleinen Stau geraten bin. Dort verlor ich dann durch das Warten leider etwas den Anschluss. Nach ca. 45 Minuten Renndistanz fing es dann unwetterartig an zu regnen und die Strecke verwandelte sich binnen Minuten in ein Schlachtfeld. Ich fuhr noch zwei Runden bis ins Ziel. Doch die letzte Runde wurde aufgrund der Wetterlage aus der Wertung genommen. Ich denke, dass ich in den Regenrunden noch etwas Boden gut gemacht habe. Doch am Ende stand für mich ein sehr guter 9. Platz im Ergebnis.

Weiter geht es für mich am Erzberg kommendes Wochenende.

Fotos: Michel238pic/Michel Kuchel, GrenzNic640