Anstrengendes Rennen in Kronach

Seit dem letzten Lauf zur HESG in Reetz Mitte April sind fast sechs Wochen vergangen. Die Zeit nutzte ich, um meine Erkältung endlich vollständig auszukurieren. Allerdings erwischte es mich zwischenzeitlich noch einmal ordentlich im Rücken auf Arbeit, und zusätzlich verletzte ich mich beim Arbeiten am Finger. Dadurch saß ich in den vergangenen Wochen nur an einem einzigen Wochenende auf dem Motorrad.

Dafür konnte ich viele Kilometer und vor allem zahlreiche Höhenmeter auf dem Rennrad sammeln. Eine ideale Ausdauervorbereitung für das bevorstehende Erzbergrodeo und den Ötztaler Radmarathon Ende August.
Wie gewohnt ging ich das Rennen in Kronach locker an und setzte mich nicht unter Druck. Für mich war es vor allem die letzte Gelegenheit, vor dem Erzbergrodeo noch einmal Rennpraxis zu sammeln.

Prolog

Im Prolog rollte ich locker durch und fuhr eine ordentliche Zeit. Am Ende stand Platz 10 auf der Ergebnisliste. Damit landete ich erneut im Gruppenrennen 2.

Gruppenrennen

Mit einem Holeshot konnte ich den Start des Gruppenrennens 2 für mich entscheiden. Die ersten anderthalb Runden hatte ich freie Sicht und konnte entspannt an der Spitze fahren. Danach ließ ich die jungen Wilden ziehen, um bewusst
Kräfte für das Finale zu sparen. Wie sich später herausstellen sollte, war das für mich genau die richtige Entscheidung.

Die Strecke war teilweise technisch anspruchsvoll, in einigen Abschnitten aber auch sehr schnell und bereits stark ausgefahren. Insgesamt bot das Gelände aus meiner Sicht enorm viel Potenzial. Ich fuhr mein Rennen kontrolliert zu
Ende und qualifizierte mich mit Platz 13 für das Finale.

Finale
Aus Startposition 13 ging ich ins Finale auf einer noch einmal deutlich anspruchsvolleren Strecke.
In der dritten Runde rutschte mir in einem Anlieger das Vorderrad weg und ich ging zu Boden. Dabei hatte sich das Vorderrad leicht verzogen, was mir anschließend einige Probleme bereitete.
Kurze Zeit später hatte ich in einer Felsauffahrt noch einen weiteren „Wegwerfer". Ehrlich gesagt weiß ich bis heute nicht genau, wie das passiert ist. Dabei erwischte ich sogar leicht einen Streckenposten. Zum Glück ist nichts passiert
und ich konnte weiterfahren.

Wenig später traf ich auf Karsten, der glücklicherweise mein Vorderrad wieder einigermaßen gerade richten konnte. Vielen Dank dafür! Danach lief es deutlich besser und ich fand wieder meinen Rhythmus.
In den letzten Runden machte mir vor allem die Wärme zu schaffen. Mein Teamkollege Pascal Kaupa kam von hinten immer näher, setzte mich unter Druck und konnte schließlich vorbeigehen. Das motivierte mich
jedoch noch einmal zusätzlich. Ich mobilisierte die letzten Reserven, schloss in der Schlussrunde wieder auf und kam nur knapp hinter ihm auf Platz 22 ins Ziel.

Meisterschaftsstand nach 3 von 7 Rennen
Platz 10 in der PRO-Klasse
Platz 11 im ACE Bikes Prolog Award
Platz 20 in der Championatswertung

Mein Team ACE Bikes Lauter hat erneut großartige Arbeit geleistet und mir ein perfekt vorbereitetes Motorrad hingestellt. Vielen Dank dafür! Ebenso bedanken möchte ich mich bei meinen Sponsoren, meiner Familie, meiner Freundin, meinen Fans und allen Unterstützern, die mich auf und neben der Strecke begleiten. Für mich geht es nun zum nächsten großen Highlight des Jahres: Red Bull Erzbergrodeo 2026

Fotos: Motomedia TB