HESG Reisersberg – Hitzeschlacht mit wertvollen Erkenntnissen

Am vergangenen Wochenende stand der nächste Lauf der Hard Enduro Series Germany auf dem Programm. Bereits die Anreise am Freitag hatte es in sich – hohe Temperaturen, vier Stunden Autofahrt und ein später Trackwalk sorgten dafür, dass die Vorbereitung alles andere als optimal verlief. Trotzdem war die Motivation groß, an die zuletzt starken Leistungen anzuknüpfen.

HESG Samstag – im bekannten Format

Im Prolog fand ich leider überhaupt nicht in meinen Rhythmus. Viele kleine Fahrfehler verhinderten einen sauberen Lauf, sodass am Ende Platz 21 zu Buche stand. Damit ging es zum Glück im ersten Gruppenrennen an den Start.
Dort lief es bereits deutlich besser. Ich konnte einen guten Rhythmus finden, fuhr konzentriert und sicherte mir mit Platz 11 den Einzug ins Finale.

Das Finale entwickelte sich anschließend zu einer echten Hitzeschlacht. Die hohen Temperaturen forderten ihren Tribut und ich hatte deutlich mehr mit der Hitze als mit der Strecke selbst zu kämpfen. Trotz allem konnte ich das Rennen solide zu Ende fahren und belegte Platz 17.

Sonntag HESG im Sprint Enduro Format – Konstanz, aber fehlende Konzentration

Am Sonntag wartete ein Rundenrennen über sechs Runden mit jeweils einer gezeiteten Sonderprüfung. Insgesamt war ich über drei Stunden auf dem Motorrad.
Körperlich fühlte ich mich überraschend gut und konnte die Belastung über die komplette Renndistanz konstant bewältigen. Allerdings merkte ich, dass die beiden intensiven Tage und die enorme Hitze ihren Einfluss auf die Konzentration hatten. Gerade in den Sonderprüfungen schlichen sich mehrere Fahrfehler und einige Stürze ein, die viel Zeit kosteten. Dadurch reichte es am Ende leider nur zu Platz 20.

Auch wenn ich mir insbesondere in den Sonderprüfungen mehr erhofft hatte, nehme ich viele positive Erkenntnisse aus dem Wochenende mit. Besonders erfreulich ist die Entwicklung meiner Ausdauer. Selbst nach den extrem langen Belastungen der vergangenen Wochen – unter anderem der Stoneman Miriquidi Road sowie die HESG-Renntage und das Erzbergrodeo, fühlte ich mich körperlich bis zum Schluss ganz gut.

Die größte Aufgabe bleibt aktuell, unter großer Hitze und nach mehreren intensiven Belastungen die Konzentration über die gesamte Renndauer auf höchstem Niveau aufrechtzuerhalten. Genau daran werde ich in den kommenden Wochen weiterarbeiten.

Ein großes Dankeschön geht an mein gesamtes Team, meine Helfer und natürlich allen Sponsoren und Unterstützer. Jetzt heißt es: regenerieren, die Erkenntnisse mitnehmen und den Blick bereits auf den nächsten Lauf richten.

Fotos: Michel238Pic/Michel Kuchel